Ernährung Hund und Katze  Christina Zett 
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Wieso benötigen unsere Fellnasen Öl(e) in der Nahrung?


Die wildlebenden Katzen und auch kein Wolf nimmt jemals Öle zu sich – warum also unsere Fellnasen?
Die Ernährung ist trotz aller Bemühungen unterschiedlich:
Die wildlebenden Katzen und auch die Wölfe ernähren sich (idealerweise) von wildlebenden Tieren. Unsere Fellnasen bekommen meist Fleisch(erzeugnisse) aus der Massentierhaltung mit wenig/keinem  artgerechtem Futter (Kraftfutter), Licht- und Bewegungsmangel. Diese Tiere können selbst wenig Omega-3-Fettsäuren aufweisen, haben aber einen vergleichsweise hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren.


Wofür sind denn die Omega-3 und Omega-6- Fettsäuren gut oder nicht gut?
Omega-3-Fettsäuren:
Sind essenziell = der Körper kann sie selbst i.d.R. nicht herstellen.
u.a.:

  • Unterstützen das Immunsystem und helfen, Entzündungen zu reduzieren
  • Verbessern die Fell- und Hautstruktur
  • Fördern die Gehirnleistung und können Alterungsprozesse verlangsamen
  • Kann die Vielfältigkeit der Darmbakterien erhöhen und entzündungshemmende Bakterien fördern
  • Unterstützt die Gelenke und wirken als natürliche Antioxidantien. 
  • Sowohl physiologische als auch krankheitsbedingte Gründe können den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren ansteigen lassen. (z.B. Stress, Allergien, Nierenerkrankungen, Hauterkrankungen)


Was gehört zu Omega-3-Fettsäuren?

  • ALA (Alpha-Linorensäure); hauptsächlich in Pflanzen bzw. pflanzlichen Ölen
  • EPA und DHA (Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure: Fettreiche Fische und Algen

Wichtige Lieferanten u.a.:
Lachs, Hering, Markrelle, Sardellen, Algenöle, viele Samen und Nüsse


Omega-6-Fettsäuren:
Sind essenziell = der Körper kann sie selbst nicht herstellen.
u.a.:

  • Wirken entzündungsfördernd, sind jedoch in einer ausgewogenen Menge wichtig für das Immunsystem und die Heilung von Verletzungen.
  • Wichtig bei der Fortpflanzungsfähigkeit und den Wachstumsprozess


Was gehört zu Omega-6-Fettsäuren?
Linolsäure, hauptsächlich in pflanzlichen Ölen, tierischen Fetten
Gamma-Linolensäure (GLA), hauptsächlich pflanzliche Öle
Wichtige Lieferanten: z.B. Sonnenblumenöl, Rapsöl, Maiskeimöl


ABER!
Da allerdings unsere Fellnasen i.d.R. mit dem Fleisch der Massentierhaltung ernährt werden, ist der Anteil an Omega-6-Fettsäuren i.d.R. schon (zu) hoch.
Um ein gutes Omega 3:Omega 6-Verhältnis zu bekommen, sollten Omega-3-Fettsäuren ergänzt werden und (zusätzliche) Omega-6-Fettsäuren vermieden werden.
Ein Schlachttier aus der Weidehaltung weist ca. ein Verhältnis auf von etwa 1:2,2 auf. Ein Rind aus der Massentierhaltung weist ein ganz anderes Verhältnis auf von ca. 1:13,5.


Im Gegensatz zum Schlachttier aus der Weide- oder Wildhaltung hat das Rind demnach aus der Massentierhaltung ca. 6x mehr Omega-6-Fettsäuren. Also ca. 6x mehr u.a. entzündungsfördernde Fettsäuren – und genau das wollen wir nicht.


Unterschied Hund und Katze:
Unsere Hunde-Fellnasen können wahrscheinlich aus alpha-Linolensäure zu einem gewissen Anteil EPA und DHA selber synthetisieren. Katzen können das nicht. Katzen würden dazu Enzyme benötigen, die sie nicht oder nur in einem sehr geringen Maße haben. Bei Katzen ist es also wichtig EPA und DHA in Form von Fischölen oder Krillöl in Reinform zu füttern; dieses ist allerdings bei Hunden auch empfehlenswert.


Die Omega-Fettsäuren sind abschließend noch nicht erforscht – weder bei Tier noch Mensch. Was wie in welchem Maße im Körper umgewandelt werden kann, ist nicht wirklich gesichert.
Empfehlung
Wir müssen unseren Fellnasen hochwertige Omega-3-Fettsäuren zusätzlich geben, damit die Balance stimmt.


Empfehlenswert
Bestens geeignet ist reines Fischöl /Krillöl  möglichst in einer dunklen Flasche. Pflanzliche Omega-3-Öle sind nicht bzw. nur in einem ganz geringen Maße dazu geeignet.
Stabilisiert mit Vitamin E als natürliches Konservierungsmittel sowie als Antioxidant ist es länger haltbar; aber dennoch sollte der Flascheninhalt nicht länger als 2 Monate verwendet werden.

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